Unglaublich: Bürgermeisterin Werderich zensiert SPD-Bericht

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Für die Ausgabe von "Fuldatal aktuell" am 31. März 2011 gab die Vorsitzende der SPD Fuldatal Gaby Künzer u.a. folgenden Bericht mit der Bitte um Veröffentlichung an den Wittich-Verlag Fritzlar weiter:

Rückblende: Stammtisch im Gasthaus Fuldatal in Wilhelmshausen

Nein, langweilig war es wirklich nicht am vergangenen Mittwochabend im Gasthaus Fuldatal in Wilhelmshausen. Die SPD Fuldatal hatte zum Stammtisch eingeladen. Der bisherige Wahlkampfverlauf und die weiteren Aktionen wurden diskutiert. Auch der in der HNA erschienene Artikel "Verbot aus dem Rathaus: Kindergarten darf nicht mehr in den Wald" war Gesprächsthema. Man war sich einig, dass es für die Kinder und ihre Erzieher wenig hilfreich ist, dass eine Fuldataler Partei dieses Thema für ihren Wahlkampf benutzt. Mit Sachverstand muss hier eine vernünftige Lösung gefunden werden.

 

Über die nukleare Katastrophe in Japan wurde erneut gesprochen. Rudi Hahn stellte das Buch von Holger Strohm "Friedlich in die Katastrophe" vor. Es handelt sich dabei um eine Dokumentation über Atomkraftwerke und wurde bereits 1981 herausgegeben. Es ist aktuell wie nie zuvor, denn Strohm dokumentiert die Risiken, die mit dem Betreiben von AKW´s verbunden sind. Es wird durch das Buch belegt, dass die jetzt in Japan eingetretenen Folgen, die angeblich nicht vorhersehbar waren, bereits vor dreißig Jahren als mögliche Risiken beschrieben worden sind. Soweit zur Ehrlichkeit der Atomlobby!

 

Die beiden letzten - gelb markierten - Sätze wurden jedoch nicht veröffentlicht. Auf telefonische Rückfrage gab eine Mitarbeiterin des Wittich-Verlages in Fritzlar, die für die Redaktion von "Fuldatal aktuell" verantwortlich ist, die Antwort: "Dies wurde von der Gemeinde Fuldatal zensiert." Wahrscheinlich habe die Gemeinde die gestrichenen Sätze als politische Meinungsäußerung bewertet. Auf die Rückfrage von Gaby Künzer, ob dies denn zulässig sei, erfolgte von der Mitarbeiterin keine Antwort.

 

Gaby Künzer hat daraufhin mit Bürgermeisterin Werderich telefoniert und sie mit dem Sachverhalt konfrontiert. Diese gab ohne Umschweife zu, dass sie die Streichung veranlasst hat. Sie hat die Sätze als politische Meinungsäußerung eingestuft.

 

Dies ist kein Aprilscherz! Es ist einfach skandalös und unglaublich, wie Bürgermeisterin Werderich mit politisch Andersdenkenden verfährt!

 

Übrigens: Die grün markierten Sätze wurden ebenfalls nicht veröffentlicht!!! Einen Kommentar erspare ich mir!!!